Pädagogisches Konzept

1. Rahmenbedingungen

Die Krabbelgruppe Schlossgespenster e.V. ist eine Elterninitiative, in der Kinder im Alter von einem bis drei Jahren betreut werden. Die Kinder der Gruppe sind alters- und geschlechtsspezifisch ausgewogen zusammengesetzt. Die Kinder kommen regelmäßig in die Einrichtung. Die tägliche Betreuungszeit liegt zwischen 7:45 und 15:45 Uhr, wobei die Kinder grundsätzlich bis 8:45 Uhr gebracht werden sollen.

 

Einmal pro Monat findet ein organisatorischer Elternabend statt. Etwa alle drei Monate gibt es einen pädagogischen Elternabend, der vom Team organisiert wird. Zur Vorbereitung dieser Abende führen die Betreuungskräfte regelmäßig Teambesprechungen durch, an denen bei Bedarf auch der Vorstand teilnimmt.

Erziehung heißt investieren, ohne an das Ziel und den Ertrag zu denken. 
Sie ist Liebe ohne Absicht. 
Sie bedeutet, sich selbst voll und ganz zur Verfügung zu stellen ohne sich aufzugeben. 
Erziehung bedeutet Respekt vor dem andersartigen Weg des Kindes, 
aber sie beinhaltet, dass man den Start dazu durch das eigene Vorbild sichert.

Quelle: „Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen“, Irina Prekop/Christel Schweitzer

2. Umgang mit den Kindern

Die bedeutendsten Schwerpunkte in unserer Arbeit sind:

  • die Kinder in ihrem sozialen Empfinden, Erleben und Begreifen zu unterstützen
  • ihnen zu helfen, sich in ihrer Persönlichkeit zu entwickeln
  • ihr Vertrauen zu sich selbst und zu anderen Menschen zu fördern
  • sie auf ihrem Weg zur Mitmenschlichkeit und zum behutsamen Umgang miteinander zu begleiten und
  • sie anzuleiten, den Anderen in seiner Einzigartigkeit so anzunehmen, wie er ist.

Das einzelne Kind steht bei uns mit seiner Persönlichkeit im Mittelpunkt. Es darf sich ernstgenommen fühlen und wissen, dass es uns an seiner Seite hat. So ist es uns zum Beispiel wichtig, dem Kind schon bei der morgendlichen Begrüßung zu zeigen:

Du bist angekommen – Du bist angenommen.

Um den Kindern unsere ernsthaften Bemühungen um ihre Person zu vermitteln, nehmen wir uns selbst zurück. Wir hören ihnen zu, lassen ihnen Ruhe und Zeit in ihrem Handeln und Tun. Dabei gehen wir individuell auf jedes Kind ein. Uns ist bewusst: Es ist wichtig, das Kind nicht nur zu begreifen, sondern auch mit ihm zu fühlen, Furcht und Freude mit ihm zu teilen, seine Sorgen und Nöte zu verstehen und ihm in Konfliktsituationen zu helfen. So kann es fähig werden, sich mit seiner Mitwelt auseinander zu setzen.

 

Beziehungsarbeit ist Erziehungsarbeit

 

Wir bemühen uns, den Kindern das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu geben. Dabei ist eine ansprechende, nicht von Reizen überflutete Umgebung wichtig. Dazu gehört eine sinnvolle Raumgestaltung, phantasieanregendes Spielmaterial, ausgewählte Geschichten, Märchen und Verse. Die Raum- und Tageseinteilung bedeutet für die Kinder eine Orientierungshilfe und somit ebenfalls Sicherheit. Da die Kinder nachahmend handeln und tätig werden, vermitteln wir ihnen durch unser Vorbildverhalten, gegebenenfalls durch Unterweisung, den Umgang im Miteinander, den Umgang mit den Gegenständen und den täglichen Situationen.

3. Tagesablauf

7:45–8:45 Uhr

 

Bringen der Kinder und Verabschieden von den Eltern
Wir, die Bezugspersonen, begleiten das einzelne Kind auf Wunsch bei dem Abschiedsritual.

9:00–ca. 9:45 Uhr

 

 

Gemeinsames Frühstück
Wir bieten den Kindern eine ausgewogene, gesunde und abwechslungsreiche Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse an.
ab 10:00 Uhr Wickeln und Toilettengang der Kinder, Zähne putzen
anschließend Morgenkreis
  Hier nehmen wir uns Zeit für Erzählen, Feste feiern, Spiele und Lieder singen.
  Raus gehen
 

Danach geht es nach draußen. Hier werden in der Regel die Spielplätze, die Eilenriede, der Markt am Moltkeplatz oder andere Orte in der List und Umgebung aufgesucht.

12:00 Uhr Mittagessen
  Unsere hauseigene Köchin achtet auf Unverträglichkeiten und Allergien einzelner Kinder. Die Einnahme der Mahlzeiten findet gemeinsam mit den Kindern und Erwachsenen in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre statt.
ab 12:45 Uhr Wickeln und Toilettengang der Kinder
ab ca. 13:15 Uhr Mittagsschlaf/-ruhe
ab ca. 14:30 Uhr Aufwachphase und Vesper
ab 15:00 Uhr Abholen bis spätestens 15:45 Uhr (Ende der Betreuungszeit)

4. Zielsetzungen

Die Kinder sollen die Möglichkeit erhalten, soziale Kontakte zu knüpfen und auszubauen. Dabei sollen sie lernen, Konflikte angemessen zu regeln und Kompromisse zu schließen. Sie erleben die Gruppe als Lebensraum, in dem es bestimmte Notwendigkeiten und Regeln gibt. Dabei entwickeln die Kinder ein Gruppengefühl. Toleranz und Akzeptanz der Kinder im Umgang mit Menschen unterschiedlicher Herkunft sowie mit Menschen, die körperlich, geistig oder seelisch beeinträchtigt sind ist uns sehr wichtig.

 

In der täglichen Rausgehzeit wird ein bewusster Umgang mit der Natur gefördert. Im Rahmen von Ausflügen entdecken und erfahren sie andere Lebensbereiche (andere Krabbelgruppen, Markt, Supermarkt, Zoo usw.).

 

Durch Kommunikation, Singen, Vorlesen, Bewegungs-, Finger- und Rollenspiele sollen die Kinder die Möglichkeit erhalten, ihren Sprachschatz sowie ihre Ausdrucksweise zu erweitern. Die Kinder erhalten die Möglichkeit zur freien Bewegungsgestaltung durch entsprechende Geräte (Matratzen, Bauelemente usw.) und Materialien (Verkleidung, Bälle, Tücher usw.). Das Team ermutigt die Kinder zur Eigeninitiative und zum freien Gestalten, durch die Möglichkeit zur selbstständigen Auswahl von Spielen und Materialien. Einmal pro Woche wird eine musikalische Früherziehung durch eine Musikpädagogin angeboten. Hier wird gesungen und getanzt.

 

Wichtig ist außerdem das Erlernen von Hygienemaßnahmen wie Händewaschen, Zähneputzen oder Wickeln.

 

Außerdem wollen wir die Kinder auf dem Weg des Übergangs Krabbelgruppe/Kindergarten begleiten, in dem wir die jeweilige Einrichtung des Kindes besuchen und mit allen Kindern darüber sprechen. Grundsätzlich ist an dieser Stelle noch anzumerken, dass wir den Kindern gerne ein Gefühl von Lebensfreude, Glück und Spaß vermitteln wollen.

5. Ziele und Formen der Zusammenarbeit mit den Eltern

Eine Elterninitiative, wie die Krabbelgruppe Schlossgespenster, fordert von den Eltern ehrenamtliche, engagierte und intensive Mitarbeit und die Übernahme anfallender Reparatur- und Reinigungsarbeiten. Regelmäßige Elternabende sind verpflichtend.

 

Dem gemeinsamen Erziehungsauftrag von Eltern und den pädagogischen Mitarbeiterinnen kann nur Folge geleistet werden, wenn ein beidseitig reger Austausch stattfindet. Damit wird eine Atmosphäre des Vertrauens und der Akzeptanz gefördert.

 

Um Transparenz über die täglichen Ereignisse zu schaffen, liegt im Eingangsbereich für die Eltern ein Gruppentagebuch zur Einsicht aus.

6. Fort- und Weiterbildung des Personals

Das Personal der Krabbelgruppe Schlossgespenster bildet sich regelmäßig fort. Zu den Fortbildungen gehören Kurse zur 1. Hilfe am Kind oder zu anderen aktuellen Themen im pädagogischen oder zwischenmenschlichen Bereich.

 

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